BGA on Tour - Kanada

31.05.2011

Nach einer erlebnisreichen Woche in Nova Scotia/ Kanada bin ich nun wieder in der Heimat. Natürlich habe ich mir die Gelegenheit nicht entgehen zu lassen in einer Hochburg des regulären Golfs ein wenig OFF COURSE zu spielen.

Steine als Bälle

Dabei entwickelte sich der ganze Spaß dann doch eher spontan. Ein zufällig im Sperrmüll gefundener  Driver bildete den Anfang. Das wir in der Wildnis, die unsere Hütte umgab, keine Golfbälle finden konnten überraschte natürlich wenig. Natürlich ließen wir unseren Plan ein paar elegante Schwünge zu machen deswegen nicht fallen.

Kurzerhand wurden auf der Schotterstraße Steine gesammelt. Moos aus dem Wald sollte uns als Tee dienen, der Bootssteg als Abschlagsort  und schon konnte der Spaß beginnen. Es war ein wenig überraschend, dass die Steine, wenn sauber getroffen, beeindruckende Distanzen zurücklegten. Nicht so richtig überraschend war allerdings die Tatsache, dass unser guter Schläger den ungewohnten Belastungen über einen längeren Zeitraum nicht gewachsen war.

Der Mac Gyver des Golf

Ein Bruch des Schaftes war die zuerst niederschmetternde Diagnose. Da sich allerdings mein Schwager Rainer als regelrechter „MacGyver“ entpuppte, währte die Spielunterbrechung nur kurz. Alles was nötig war um den Schläger zu reparieren waren eine Stange vom Autoheber, ein Messer, mehrere Dosen Bier und Klebeband. Schon konnten die Steine wieder fliegen.

Floating Balls

Ein glücklicher Zufall am Abend sollte unseren Spielspaß nochmal vergrößern. Die kanadische Verwandtschaft kramte ganz Tief in ihrer Garage und zauberte schwimmende Golfbälle hervor. Mit neuem Material frönten wir am Folgetag wieder unserem sportlichen Zeitvertreib, wobei uns die Kajaks als Ballsammelmobile dienten.

Da Rainer, ein blutiger Golfanfänger, nun auf den Geschmack gekommen war und ihm der Sinn nach mehr stand brauchten wir neue Spielstätten. Da die Natur Kanadas, so schön sie auch ist, nicht zum Crossgolf einlädt mussten andere Spielstätten her. Zum Glück stellen sie die zahlreich vorhanden Clubs dort nicht so an wie die hiesigen und lassen alle gewillten auf ihre Greens. So spielten wir zwei schöne Runden. Die eine auf einem hügeligen 9 Loch Platz in Bridgewater und eine auf dem direkt am Atlantik gelegenen 18 Loch Platz vom Chester Golf Course.

Hole in One

Trotz der ungewohnt gepflegten Spielstätte hatten wir viel Spaß und durften sogar noch Zeuge von einem im Golf seltenen Ereignisses werden: „einem Hole-in-One“, welches unsere Flightpartnerin Ann auf einer 150 Yards langen Bahn gelang. Wahnsinn!

Off course in…KANADA!

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